Broccoli

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Broccoli

Broccoli gehört zu den Kohlarten, die mit antioxidativen Wirkungen und Zellschutz in Verbindung gebracht werden. Der für diese Eigenschaften wichtigste Inhaltsstoff wird Sulforaphanglucosinolat oder Glucoraphanin genannt, eine organische Schwefelverbindung, die durch die Darmflora in das physiologisch aktive Sulforaphan umgewandelt werden kann. Diese Verbindung hat sich in vielen Studien als starkes Antioxidans erwiesen.

Auch im Broccoligemüse ist Glucoraphanin nachweisbar. Es wird jedoch beim Kochen nur wenig in das aktive Sulforaphan umgewandelt, da das dafür notwendige, ebenfalls im Broccoli vorhandene Enzym Myrosinase beim Kochen inaktiviert wird. Der antioxidative Wirkungsmechanismus unterscheidet sich von dem anderer bekannter Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E oder Beta-Carotin: er ist indirekt und hält damit länger an. Sulforaphan regt die Tätigkeit körpereigener Enzyme an, die dann vermehrt potentiell giftige Substanzen neutralisieren können.

Darüber hinaus ist Broccoli besonders reich an für den Stoffwechsel wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium und Vitaminen wie B1, B2, B6, E und insbesondre Vitamin C und Carotin (Provitamin A) sowie sekundären Pflanzenstoffen.

So deuten Laborversuche des Universitätsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ darauf hin, dass Sulforaphan eine Wirksamkeit gegen die besonders aggressiven Tumorstammzellen des Bauchspeicheldrüsenkrebses zeigt. Hier lesen